Hier ist die vollständige, unveränderte Logik hinter jedem Signal – keine Blackbox. Der Scanner sucht nach einem klassischen "Pole & Flag"-Muster in BEIDE Richtungen: long (starke Aufwärtsbewegung, enge Konsolidierung, bestätigter Ausbruch darüber) und short (das Spiegelbild – starke Abwärtsbewegung, enge Konsolidierung, bestätigter Ausbruch darunter). Diese Logik läuft für jedes Instrument unabhängig auf sechs Zeitrahmen (M5, M15, M30, H1, H4, D1) – im Dashboard kannst du zwischen ihnen umschalten und siehst für jeden Zeitrahmen den tatsächlich für diesen Zeitrahmen berechneten Status. Findet der Scanner auf einem Zeitrahmen sowohl ein gültiges Long- als auch ein gültiges Short-Setup gleichzeitig (selten, da beide eine entgegengesetzte Kursbewegung voraussetzen), zeigt er das mit der höheren Bewertung.
Die drei Bausteine
1. Der Pole (die Fahnenstange)
Eine Serie von 3 bis 10 Kerzen mit einer klaren, einseitigen Bewegung – aufwärts für ein Long-Setup, abwärts für ein Short-Setup. Damit ein Pole zählt, müssen zwei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein:
Die Kursbewegung über den Pole hinweg muss mindestens das 3-fache der durchschnittlichen Kerzenspanne der letzten 20 Kerzen betragen (das ist unser Mass für "normale Volatilität" in diesem Paar gerade jetzt).
Mindestens 60 % der Kerzen im Pole müssen in Pole-Richtung laufen (für long: Schlusskurs auf oder über dem Eröffnungskurs; für short: spiegelbildlich umgekehrt) – der Pole soll ein sauberer Antrieb sein, kein zufälliges Zickzack.
2. Der Flag (die Konsolidierung)
Direkt im Anschluss an den Pole folgt eine Verschnaufpause von 4 bis 12 Kerzen. Damit sie als "Flag" zählt:
Die gesamte Handelsspanne der Flag-Kerzen darf höchstens das 2,5-fache der durchschnittlichen Kerzenspanne betragen – die Flag muss eng sein, kein neuer Trend.
Die Drift innerhalb der Flag (wie weit sich der Kurs vom Anfang zum Ende der Flag bewegt hat) darf höchstens 55 % der Flag-Spanne ausmachen.
Die Flag-Spanne darf höchstens 65 % der Pole-Bewegung betragen – eine grosse, wilde Flag nach einem kleinen Pole zählt nicht.
Bei einem Long-Setup wird das höchste Hoch innerhalb der Flag zum Widerstand (die Linie, die der Kurs überwinden muss); bei einem Short-Setup spiegelbildlich das tiefste Tief zur Unterstützung (die Linie, die unterschritten werden muss).
3. Der bestätigte Ausbruch
Innerhalb der letzten 6 Kerzen sucht der Scanner nach einer Ausbruchskerze, die alle diese Kriterien erfüllt (für ein Short-Setup gilt jeweils das Spiegelbild – unter der Unterstützung statt darüber):
Schlusskurs mindestens 0,25× der durchschnittlichen Kerzenspanne über dem Flag-Widerstand.
Die Kerze selbst ist bullisch (Schlusskurs über Eröffnungskurs).
Mindestens 50 % des Kerzenkörpers liegt im oberen Teil der Kerzenspanne (kein langer oberer Docht, der auf Ablehnung hindeutet) – gemessen als (Schlusskurs − Tief) ÷ (Hoch − Tief).
Die Ausbruchskerze hat selbst eine überdurchschnittliche Spanne (mindestens das 1,2-fache der durchschnittlichen Kerzenspanne) – kein knappes, unentschlossenes Kriechen über den Widerstand.
Der Schlusskurs bleibt über dem Widerstand auch über den Ausbruch hinweg auf dem längerfristigen Kursdurchschnitt der letzten 50 Kerzen – der Ausbruch läuft mit dem übergeordneten Trend, nicht dagegen.
Zusätzlich – die Bestätigung durch Retest: ein gefundener Ausbruch zählt nicht sofort als "bestätigt". Der Kurs muss auf den zwei folgenden Kerzen durchgehend über dem Widerstand geschlossen haben (bzw. unter der Unterstützung bei einem Short). Fällt der Kurs in dieser Zeit auch nur einmal zurück unter den Widerstand, verwirft der Scanner das Setup komplett als Fehlausbruch – es taucht dann nirgends mehr auf. Solange die Bestätigung noch läuft, zeigt das Dashboard das Setup als "Im Aufbau" mit dem Hinweis "wird bestätigt", nie als bereits bestätigten Ausbruch.
Die vier Status, die du im Dashboard siehst
Ausbruch
Ein Pole+Flag-Setup (long oder short) wurde gefunden und die Retest-Bestätigung ist abgeschlossen: der Kurs hat sich auf zwei Kerzen in Folge durchgehend über dem Widerstand (bzw. unter der Unterstützung) gehalten. Bei mehreren gültigen Setups gleichzeitig wählt der Scanner das mit der höchsten Bewertung (u. a. Pole-Stärke, Abstand zum Widerstand, Kerzen seit Ausbruch).
Im Aufbau
Entweder ein gültiger Pole+Flag ist erkennbar und der Kurs nähert sich gerade dem Widerstand/der Unterstützung (Ausbruch könnte sich anbahnen), oder ein Ausbruch ist bereits erfolgt, aber die zweikerzige Retest-Bestätigung läuft noch – in beiden Fällen noch nicht bestätigt.
Abgelaufen
Der Ausbruch ist bestätigt und die Richtung war korrekt – ein Einstieg wird aber nicht mehr empfohlen, weil entweder der Kurs bereits TP1 erreicht hat oder der Ausbruch schon zu viele Kerzen zurückliegt. TP1/TP2/SL bleiben zur Orientierung sichtbar, die Einstiegszone wird ausgeblendet.
Kein Setup
Aktuell erfüllt keine Kombination aus Pole-Länge, Flag-Länge und Ausbruchsposition alle obigen Kriterien, in keiner Richtung. Das ist der Normalzustand für die meisten Paare zu den meisten Zeiten.
So sieht das im Chart aus
Echte Screenshots aus dem Dashboard – die Zonen und Linien sind keine Illustration, sondern genau das, was der Scanner für diese Setups tatsächlich berechnet hat. Links ein bestätigter Ausbruch, rechts ein Setup, das noch "im Aufbau" ist – hier sieht man TP1, TP2 und SL besonders gut, da sie als durchgehende Linien über die ganze Chartbreite eingezeichnet sind:
Bestätigter AusbruchIm Aufbau – TP1/TP2/SL gut sichtbar
Richtung, TP1/TP2 und SL – die Zielzonen im Chart
Zusätzlich zu Pole, Flag und Widerstand/Unterstützung zeichnet der Chart bei jedem erkannten Setup ("Ausbruch" oder "Im Aufbau") drei weitere Linien ein, abgeleitet aus der Höhe des Pole selbst – für ein Long-Setup oberhalb, für ein Short-Setup spiegelbildlich unterhalb:
Richtung (▲ Bullish/▼ Bearish): Bei einem erkannten Setup zeigt die Richtung, ob es sich um ein Long- (▲ Bullish) oder Short-Setup (▼ Bearish) handelt. Nur wenn aktuell gar kein Setup vorliegt ("Kein Setup"), zeigt die Richtung stattdessen gedämpft eine reine Kurs-Momentum-Einschätzung ("Tendenz" – aktueller Kurs gegenüber dem Kurs vor 20 Kerzen) statt eines echten Signals.
TP1 (erstes Kursziel): Widerstand plus die halbe Pole-Höhe (long) bzw. Unterstützung minus die halbe Pole-Höhe (short) – ein klassisches, konservatives erstes Teil-Gewinnziel.
TP2 (volles Kursziel): Widerstand plus die komplette Pole-Höhe (long) bzw. Unterstützung minus die komplette Pole-Höhe (short) – die "Measured Move"-Projektion, die klassische Vollausdehnung nach einem Pole+Flag-Ausbruch.
SL (Stop-Loss): beim Long einmal die durchschnittliche Kerzenspanne unter dem Widerstand, beim Short spiegelbildlich darüber – ein Sicherheitsabstand, der als grobe Invalidierungsmarke für das Setup dient (bricht der Kurs deutlich dagegen, gilt das Setup als gescheitert).
Liegt aktuell kein Pole+Flag-Setup vor ("Kein Setup"), fehlt die feste Widerstands-/Unterstützungslinie und damit auch der SL – TP1/TP2 basieren dann auf dem nächsten Kurshoch bzw. -tief der letzten Kerzen statt auf der Pole-Höhe.
Bei jedem erkannten Setup zeigt der Chart zwei zusätzliche, rein informative Kontext-Werte – beide fliessen nicht in die Erkennung selbst ein, sondern helfen dir einzuordnen, wie viel zusätzliche technische Übereinstimmung gerade vorliegt:
MA50/MA200-Trend: Bestätigt der längerfristige Kursdurchschnitt (50 vs. 200 Kerzen) die Richtung des Setups, oder läuft das Setup gegen den übergeordneten Trend? Bei Uneinheitlichkeit erscheint der Hinweis "⚠ MA uneinheitlich".
Zeiteinheiten-Konfluenz: Farbige Chips zeigen für jede der fünf anderen Zeiteinheiten (M5–D1), ob dort gerade ebenfalls ein aktives Signal läuft – grün mit Häkchen bei gleicher Richtung, rot mit Kreuz bei Gegenrichtung, grau ohne Symbol, wenn dort aktuell kein Setup vorliegt.
Aus beidem zusammen berechnet sich "Technische Bestätigung: X %" – ein einfacher, offen ausgewiesener Zähler, wie viele der aktuell relevanten Faktoren erfüllt sind (nur Zeiteinheiten mit einem eigenen aktiven Signal zählen mit, daher variiert die Gesamtzahl der Faktoren von Setup zu Setup). Das ist ausdrücklich keine Erfolgsprognose – nur eine Momentaufnahme aus MA-Trend und Zeiteinheiten-Übereinstimmung. Volumendaten fehlen bewusst, da sie beim verwendeten Kursfeed (Forex-Spot) nicht zuverlässig verfügbar sind.
Beispiel mit 0 % technischer Bestätigung – MA-Trend uneinheitlich, D1 zeigt Gegenrichtung. Auch solche Fälle zeigt FX Radar unverändert an.
Technische Rahmenbedingungen
Zeitrahmen: M5, M15, M30, H1, H4 und D1 – jeder Zeitrahmen wird für jedes Instrument komplett unabhängig ausgewertet (eigener Pole, eigener Flag, eigener Widerstand, eigener Status). Ein "Im Aufbau" auf M5 sagt nichts über den Status auf H1 aus, und umgekehrt. H4 wird dabei aus den H1-Kerzen selbst gebildet (Yahoo liefert keinen nativen 4-Stunden-Takt).
Datenquelle: Kursdaten von Yahoo Finance, ausschliesslich abgeschlossene (nicht mehr laufende) Kerzen.
Scan-Intervall: alle 5 Minuten, unabhängig für jedes deiner gewählten Instrumente und jeden Zeitrahmen.
Volatilitäts-Massstab: die durchschnittliche Kerzenspanne (Hoch − Tief) der letzten 20 Kerzen vor dem jeweiligen Setup, auf dem jeweiligen Zeitrahmen – dient als Referenz für "wie viel Bewegung ist in diesem Paar gerade normal".
E-Mail-Benachrichtigungen – zwei unabhängige Schalter
In "Mein Konto" kannst du zwei getrennte E-Mail-Benachrichtigungen unabhängig voneinander aktivieren – beide, nur eine oder keine:
Bei "Im Aufbau": Sobald eines deiner ausgewählten Instrumente auf irgendeinem Zeitrahmen neu in den Status "Im Aufbau" wechselt, bekommst du eine kurze Mail – einmal pro neuem Setup, nicht bei jedem Scan erneut.
Bei bestätigtem Ausbruch: Sobald ein Setup den Status "Ausbruch" (oder direkt "Abgelaufen", falls der Kurs beim Bestätigen bereits weit gelaufen ist) erreicht, bekommst du ebenfalls eine kurze Mail – ebenfalls einmal pro neu bestätigtem Setup.
So bekommst du z. B. nur dann eine Mail, wenn du wirklich handeln könntest (bestätigter Ausbruch), ohne bei jedem sich anbahnenden "Im Aufbau" benachrichtigt zu werden – oder umgekehrt.
Keine Anlageberatung. FX Radar ist ein rein technisches Erkennungswerkzeug für ein bestimmtes Chartmuster. Es trifft keine Vorhersage über die zukünftige Kursentwicklung, gibt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung und garantiert keine Trefferquote. Wie jede technische Strategie kann sie Fehlsignale liefern. Handelsentscheidungen triffst du eigenverantwortlich.